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![Illustration: eine Reihe hoher Pappeln wirft im Morgenlicht lange Schatten über eine Wiese, dahinter das Tor zum Strandbad](/images/drei-damen-hero.jpg)

Buch

# Drei Damen im Strandbad

* * *

Ein Sommer-Krimi · 333 Seiten · Deutsch · erschienen 28. Juli 2026

![Cover von Drei Damen im Strandbad](/images/drei-damen-im-strandbad-cover.png)

Ein Strandbad im Schweizer Rheintal. Dieselben Klappstühle, dieselbe Thermoskanne, derselbe Knobelbecher auf dem Tisch – und seit sechzehn Sommern dieselben drei Frauen auf demselben Platz: Vreni, Margrit und Rosi.

An einem Morgen liegt der Wirt tot im Naturbecken. Die Polizei sagt erst Unfall, dann Mord, und einigt sich schliesslich auf einen Verdächtigen, der vor allem eines ist: bequem. Die drei glauben kein Wort davon. Sie klingeln an Türen, wälzen alte Gemeinderatsprotokolle und kommen dabei deutlich weiter als die Ermittler.

Das Buch ist ein Cozy Krimi mit viel Lokalkolorit – Dorfklatsch, Vereinssitzungen und ein Drehkreuz, das seit dreissig Jahren falsch zählt. Warmherzig und komisch statt düster.

Trailer

## Fünfundfünfzig Sekunden Rheintal

Der Trailer zum Buch. Das Video lädt erst, wenn du es startest.

![Vorschaubild des Buchtrailers: drei ältere Frauen an einem Klapptisch im Strandbad](/images/drei-damen-trailer.jpg)

Erst beim Klick wird eine Verbindung zu YouTube aufgebaut. [Direkt bei YouTube ansehen](https://www.youtube.com/watch?v=m_vaDqV4OA0)

Die Ermittlerinnen

## Drei Damen, ein Stammplatz

Linke Seite, dritte Reihe, Schatten ab vierzehn Uhr. Aufgeschrieben hat das nie jemand.

![Illustration: Vreni, Margrit und Rosi gehen nebeneinander über die Liegewiese](/images/drei-damen-trio.jpg)

- Vreni Staller Ehemalige Altenpflegerin. Klingelt an Türen, bis jemand aufmacht, und lacht so laut, dass man ihr wenig übelnimmt.
- Margrit Keller-Dobler Hat Deutsch und Französisch unterrichtet, zuletzt als Prorektorin. Führt über alles ein Heft und korrigiert Nebensätze, während das Hauptthema noch offen ist.
- Rosmarie «Rosi» Mäder War Keramikerin und Naturheilpraktikerin. Vertraut auf Mondphasen und Intuition und liegt damit erschreckend oft richtig.

> Im Strandbad ging wenig verloren. Es wechselte höchstens vorübergehend die Zuständigkeit.
> 
> Kapitel 1

Schauplätze

## Altenbach gibt es nicht

Die Gemeinde ist erfunden, das Rheintal nicht. Vorlage für das Strandbad ist ein Naturbad an der Grenze zu Vorarlberg, versteckt hinter einer Reihe Pappeln.

![Kiesweg zwischen hohen Pappeln zum Eingang des Strandbads](/images/drei-damen-strandbad.jpg)

Der Kiesweg. Von der Strasse aus sieht man das Bad nicht.

![Wirt stellt bunte Plastikstühle auf der Restaurantterrasse auf](/images/drei-damen-seegarten.jpg)

Der «Seegarten». Rot, Gelb und Grün vor grauem Beton.

![Stilles Naturbecken im Morgennebel mit Betonstufen](/images/drei-damen-naturbecken.jpg)

Das Naturbecken. Drei Betonstufen führen hinein.

![Nachts ein Zettel unter dem Scheibenwischer eines alten Kombis](/images/drei-damen-nacht.jpg)

Irgendwann klemmt nachts ein Zettel an Vrenis Windschutzscheibe.

Leseprobe · Aus Kapitel 1

Der Kiesweg knirschte unter Vrenis Sandalen, so wie er es immer tat. Es war ein trockenes, gleichmässiges Knirschen, das ihr seit sechzehn Sommern sagte, dass sie angekommen war. Der Wind trug den Geruch von nassem Gras und dem Fluss herüber, und das Licht fiel flach durch die Pappeln, weiss und noch ohne Hitze.

Sie schob die Thermoskanne unter den Arm, Blumenmuster, Henkel seit Ostern mit zweilagigem Klebeband geflickt, und drückte mit der freien Hand das Holzdrehkreuz auf. Es gab mit einem vertrauten Seufzen nach, halb Quietschen, halb Zustimmung. Im Kasten darunter klickte das Zählwerk eine Zahl weiter. Dann: Gras. Kurz geschnitten, morgens noch feucht, kühl unter den Sandalen nach dem Kies. Vreni verlangsamte den Schritt, um den Temperaturwechsel noch zwei Schritte lang zu spüren. Dahinter standen die sechs Pappeln in einer Reihe wie alte Männer, die auf den Bus warteten und genau wussten, dass er wieder zu spät kam. Sie warfen um diese Zeit kaum Schatten. Das Licht fiel durch ihre Blätter und liess die Liegewiese silbrig flimmern.

Vreni blieb einen Moment stehen. Sie tat das nicht jeden Morgen. Aber an manchen war es einfach richtig.

Nicht weil ihr etwas fehlte oder weil sie sich erinnern wollte, sondern weil es schön war. So einfach war das. Das Naturbecken lag grün und still, Ende Juli immer ein bisschen trüb. Die Holzliegen standen in ihren schiefen Reihen, manche schon grau vor Alter. Vor dem Seegarten rückte Marco die bunten Plastikstühle von den Tischen; Rot, Gelb und Grün vor grauem Beton. Ein orangefarbener war neu und leuchtete noch eine Spur zu überzeugt. Aus einem Lautsprecher kam leise Musik, noch ohne jemanden erreichen zu müssen. Das Bad schlief nicht mehr, es hatte bloss noch nicht richtig angefangen. Es roch nach frisch gemähtem Gras, Wasser, Sonnencreme vom Vortag und warm werdendem Holz.

Beim Familienbereich stand noch ein roter Eimer vom Vorabend unter der Rutsche. Marco hob ihn auf, stellte ihn ins kleine Holzhäuschen und zog im Weitergehen einen Plastikteller aus der Hecke. An der äussersten Liege hatte jemand ein Badetuch über Nacht trocknen lassen, trotz des Schildes, das genau dies verbot. Hansruedi würde es später zusammenlegen und beim Eingang deponieren, wo es vermutlich noch vor Mittag seiner Besitzerin begegnete. Im Strandbad ging wenig verloren. Es wechselte höchstens vorübergehend die Zuständigkeit.

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